Bereichsbild

Islamwissenschaft an der Universität Heidelberg

Die Abteilung Islamwissenschaft des Seminars für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients verfügt über zwei Professuren:

Die erste Professur (H. Sievert) befasst sich mit Kultur, Politik und Gesellschaft Vorderasiens, Nordafrikas und Südosteuropas vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. Der Schwerpunkt liegt damit auf dem Osmanischen Reich, das diese Regionen während des gesamten Zeitraums prägte. Die philologische Grundlage bilden osmanisch-türkische, arabische und persische Quellentexte, die in erster Linie aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive untersucht werden.

Arbeitsschwerpunkte sind:

  • Kulturgeschichte des Politischen
  • Soziale Netzwerke, Kommunikation und Mikropolitik
  • Handschriftenkunde und Paläographie
  • Geschichtsschreibung und Biographik
  • Fremd- und Selbstrepräsentationen
  • Bildung und Buchkultur
  • Pluralität im Übergang von vormodernen zu modernen Gesellschaften
  • Imperien und Kolonialismus
  • Türkische und arabische Literatur der Vormoderne

 

Das Arbeitsgebiet der zweiten, derzeit vakanten Professur umfaßt islamische Religion und Gelehrsamkeit sowie arabische Literatur. Im  Sommersemester vertritt PD Dr. Rainer Brunner die Professur mit den Schwerpunkten Geschichte und Theologie des schiitischen Islams (von den Anfängen bis in die Gegenwart) sowie islamischer Modernismus, insbesondere am Beispiel Muhammad Rashid Ridas und seines Einflusses auf die muslimische Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts.

  • Besondere Arbeitsschwerpunkte:
  • Überlieferungswesen und Historiographie
  • Koranexegese und die Rolle des Hadith
  • politisches Denken
  • Arbeit mit biographischen Quellen
  • Soziale und intellektuelle Netzwerke
     

Hier finden Sie einen Überblick über die abgeschlossenen und laufenden Forschungsprojekte der Heidelberger Islamwissenschaft.

Verantwortlich: technik-islw
Letzte Änderung: 17.04.2018
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